Der Biber - Europas größtes Nagetier


Potentielle Biber-Menschkonflikte

Der Biber ist nicht nur sehr anpassungsfähig sondern gestaltet seinen Lebensraum, ähnllich dem Mensch, nach seinen Bedürfnissen. Er versucht durch das Bauen eines Dammes den Wasserstand zu halten, damit der Eingang seines Baues stehts unter Wasser ist. Der Damm kann zu einer Vernässung landwirtschaftlich genutzter Flächen führen, sofern der Landbau bis in unmittelbare Gewässernähe betrieben wird. Andererseits verzehnfacht der Biberdamm die Selbstreinigungskraft des Gewässers, was Vorteile für den Wasserschutz bringt und sorgt auf Äckern und Wiesen für eine ausgewogene Bodenfeuchtigkeit.

Bild: Peter Fesenmeier
Bild: Peter Fesenmeier

Auch ein Kahlschlag durch den Biber ist nicht zu befürchten, da eher das Gegenteil eintrifft. Zwar sind die gefällten großen Bäume sehr auffällig, aber wenn die Beschattung ihrer großen Kronen fehlt können die vom Biber benagten jüngerern Weiden und Ufergehölze wieder verstärkt austreiben. Durch den Verbiss provozieren Biber einen Stockausschlag, welcher zu einer stäkeren Durchwurzelung des Uferberreiches führt. Erosionen werden so vorgebeugt unddie Uferfiltration des Oberflächenwassers wird erhöht.

Rund 90% der Uferaktivitäten von Bibern finden auf etwa 20 Meter breiten Uferstreifen ab.

Bedrohte und geschützte Art

Bild: Harald Olsen
Bild: Harald Olsen

Der europäische Biber zählt international zu den bedrohten Tierarten und ist durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie)  der EU und somit durch das das Bundesnaturschutzgesetz geschützt . Es ist verboten wild lebenden Bibern nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzten, zu töten oder ihre Wohn- und Zufluchtsstätten zu beschädigen oder zu zerstören, auch Biber durch aufsuchen zu filmen oder zu fotografieren und dadurch zu stören  ist verboten. Zudem ist auch der Besitz, das Präparieren und das Vermarkten von lebenden oder toten Bibern verboten.

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