NABU Ferientour "Spurensuche", August 2014


Hat der Biber Schwimmhäute?

Die NABU-Ferienfreizeit führte in der letzten Woche im Ötigheimer und Rastatter Wald ein Dutzend Kinder auf eine Natur-Tour von der kniffligen Sorte. Die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren probierten aus, wie es ist, als Wolf auf Beutesuche zu sein. Mit verbundenen Augen musste das "Wolfskind" den Geruch der Beute wittern - in diesem Fall wurden die Hände des dafür ausgewählten Kindes mit Rosmarinblättern eingerieben. Der Wolf musste nun aus der Herde von Schafen dasjenige mit dem "Beuteduft" erschnuppern. Dann gab das "Wolfskind" ein Signalheulen von sich, das gleichzeitig das Startsignal für die Jagd nach dem Schaf war. Es kam am Ende, wie es so oft kommt in der Natur: die Beute entkam und der Jäger blieb hungrig!

Auf der Strecke wurden die Kinder dann zu Zugvögeln, die sich für die lange Reise in den Süden bunte Beeren suchen sollten, um sich die nötigen Reserven anzufressen. Echte Beeren gab es zwar nicht aber am Wegrand hingen Holzperlen in verschiedenen Farben. Die roten und blauen Beeren fanden die Zugvögel rasch, die schwarzen und grünen dagegen wurden zum Teil übersehen. Echte Vogelbeeren haben eben Signalfarben.

Die Frage, welcher Vogel es schafft, eine Walnuss zu knacken, war das nächste Rätsel der Tour. Dass es Meisen, Baumläufer oder der Stieglitz nicht schaffen, wussten die Kinder gleich. Aber der Kernbeißer mit seinem gewaltigen Schnabel könnte es vielleicht hinkriegen. Rein kräftemäßig passt das auch, doch ist der Vogel einfach zu klein, um die große Walnuss zwischen die Schnabelhälften klemmen zu können. Am Ende blieb nur der Buntspecht übrig, der in der Natur die Nuss in Rindenspalten klemmt, um sie in dieser "Spechtschmiede" aufzuhacken. Als Belohnung für die Kinder gab es hier zwar keine Nüsse aber gegen Fruchtbonbons gab es auch keine Einwände.

Um Tierspuren ging es bei der letzten Station der NABU-Tour. Zehn Spurenbilder in etwa natürlicher Größe galt es den passenden Tierbildern zuzuordnen. Beim Bären und bei der Ente war das für die Kinder kein Problem. Die Unterscheidung einer Katzen- von einer Fuchsspur war allerdings nicht ganz so einfach. Und bei unserem größten Nagetier, dem Biber, mussten die Kinder eine Weile grübeln, ob er denn Schwimmhäute zwischen seinen Zehen hat - er hat!

Am Ende kamen die Kinder gut gelaunt am Ziel an, hatten auch in den Ferien etwas gelernt und Spaß dabei gehabt.

 

Martin Klatt, NABU-Gruppe Rastatt

16.08.2014

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