Einsatz für die Gelbbauchunke, Oktober 2014


Lebensraum für Unke und Molch - August-Renner-Realschule und NABU legen Laichgewässer bei Wintersdorf an

Badisches Tagblatt 15.November 2014

Rastatt - Für Amphibien wie den Laubfrosch, den Kammmolch oder die

Gelbbauchunke wird das Überleben in den Rastatter Rheinauen zunehmend schwieriger. Der Grund ist die Verladung ihrer Laichgewässer, die nicht zu groß sein dürfen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat nun gemeinsam mit der August-Renner-Realschule das Projekt "Laichgewässer für Gelbbauchunken" gestartet.

 

Am Donnerstag griffen rund 15 Schülerinnen und Schüler zu Schaufel und Spaten, um im Gewann "Schafkopf" in Winterdorf Tümpel auszuheben, nicht größer als zwei Meter im Durchmesser und maximal 30 Zentimeter tief. Die zwischen 35 und 55 Millimeter große Gelbbauchunke soll dort optimale Bedingungen vorfinden und wieder heimisch werden.

In den Altrheinarmen ist dies ansonsten nur sehr schwer möglich, unter anderem wegen der starken Strömung bei Hochwasser. Die Teenager der Umwelt AG wurden von ihrer Lehrerin Rosemarie Knapp begleitet, für die Stadt waren Jürgen Weber und Ulrich Steinam vom Kundenbereich "Ökologie und Grün" gekommen. Sie sind zuständig für die Biotoppflege auf dem Stadtgebiet.

Peter Zortea war im Auftrag der NABU-Ortsgruppe Rastatt vor Ort. Diese hatte sich an dem Wettbewerb "Lebendige Landschaft und Lebensmittel: Heimat und Biotopverbund" der Stiftung Nature Life International und der Lebensmittelkette Edeka- Südwest beteiligt. Dessen Jury entschied zugunsten des Gelbbauchunken-Projekts und bereits im April des Jahres war der Scheck im Wert von 3000€ übergeben worden und der erste Spatenstich erfolgt. Für die tatsächliche Umsetzung des Projekts musste jedoch die Winterruhe der Amphibien abgewartet werden. Als Edeka-Vertreter war Arno Liebich gekommen. Der von ihm betriebene Edeka-Markt liegt im Stadtteil Rheinau, daher wurde ervon der Firmenzentrale mit der Schirmherrschaft des Laichgewässer-Projekts beauftragt. Dieses wird übrigens nachhaltig fortgeführt, und so findet im nächsten Jahr mit den Schülern der Umwelt AG eine Erfolgskontrolle statt. Es wird dann festgestellt, ob die Amphibien die Gewässer tatsächlich auch angenommen haben, außerdem werden die Tümpel regelmäßig von Laub und Ästen befreit.

Download
Lebensraum für Unke und Molch.pdf
Adobe Acrobat Dokument 149.9 KB
Download
Für die Tümpel wurde die Winterruhe abge
Adobe Acrobat Dokument 424.8 KB