Birds & Breakfast-Tour des NABU am 1. Mai


Die Birds & Breakfast-Tor des NABU in der Rheinaue bei Plittersdorf war mit 26 Teilnehmern gut besucht. Foto: NABU
Die Birds & Breakfast-Tor des NABU in der Rheinaue bei Plittersdorf war mit 26 Teilnehmern gut besucht. Foto: NABU

Melodisch und ein bisschen feucht

Die Bilanz der Maiwanderung des NABU konnte sich sehen, beziehungsweise hören lassen: 33 Vogelarten wurden zwischen sechs und halb neun Uhr auf dem Weg durch die Plittersdorfer Rheinaue beobachtet. Optisch waren sicher die Störche ein Höhepunkt, die sich gleich mit vier Horstpaaren präsentierten. Auch der Schwarze Milan, der unmittelbar über der 26-köpfigen Gruppe von Frühaufstehern kreiste, sorgte für Begeisterung. Der eigentliche Zweck der Wanderung waren allerdings die Vogelstimmen. NABU-Biologe Martin Klatt gab zu Beginn das Ziel der Wanderung mit einem Augenzwinkern bekannt: "Am Ende wird Jede und Jeder mindestens drei Vogelstimmen sicher erkennen können, wobei ich den Kuckuck nicht gelten lasse". Das Klangspektrum war vielfältig. Von den eher einfältigen Zweisilbern von Kohlmeise und Zilpzalp bis zu den virtuosen Gesängen von Mönchsgrasmücke und Nachtigall war vieles zu hören, was die Aue an Klangkulisse zu bieten hat. "Einige Arten fehlen mir noch", so Klatt. Beispielsweise ließen sich weder Pirol noch Goldammer beobachten, die in der Nachbarschaft kräftig ihre Reviere markieren wie er von anderen Exkursionen zu berichten wusste. Möglicherweise war es der leichte Regen, der an der Motivation mancher Vögel nagte, der Stimmung in der Beobachtergruppe tat er keinen Abbruch. Am Ende wurden die Beobachtungen und manche Erfahrungen aus auch dem eigenen Garten beim gemeinsamen Frühstück im "Anker" diskutiert. Die traditionelle Birds & Breakfast-Tour des NABU wird auch 2015 zum ersten Mai wieder angeboten werden, wieder um sechs Uhr - mit noch unbekanntem Treffpunkt. Die Teilnehmer waren sich am Ende einig, dass es sich lohnt, den Termin fest einzuplanen.