20 Jahre Ökostation


Plüschgesellen, Indianerschmuck und Bienengewusel - Ökostation Rastatt feiert 20-jähriges Bestehen mit spannenden Aktionen zum Staunen und Mitmachen

Badisches Tagblatt 9.Juli 2012

Rastatt - Groß war der Andrang an Gästen, die gestern den mit bunten Wiesenblumen gesäumten Weg zur Rastatter Ökostation entlang gingen. Und der Besuch lohnte sich: Zum großen Fest anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Ökostation hatten der Umweltschutzbeauftragte Thomas Semmelmann und sein Team ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte.

 

Großer Andrang herrschte am Stand der Gemeinwesenarbeit West der Stadt Rastatt. Dort durften Kinder ihre Geschicklichkeit beweisen, indem sie solarbetriebene Modellautos über einen Parcours steuerten. Gleich daneben konnten sich die Besucher körperlich ins Zeug legen und durch mit Muskelkraft erzeugter Energie Modelleisenbahnen zum Fahren bringen.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch die Brötchen-Backaktion mit dem Museumspädagogen Eric Schütt. Und gleich daneben erklärte und demonstrierte Marianne Knörr-Groß, dass Garten- und Wildkräuter nicht nur lecker im Salat schmecken, sondern auch heilende Inhaltsstoffe haben und sich zum Färben eignen.

Die NABU-Ortsgruppe Rastatt und das Umweltzentrum informierten über heimische Wildbienen. Darüber hinaus konnten Besucher an einem Stand mit einfachen Mitteln wie einer leeren Konservendose und unterschiedlich langen Bambusstücken ein Wildbienenhotel bauen.

Bei Jungen wie Mädchen gleichermaßen beliebt war das Angebot von Juliane Eckstein, bei dem aus Weidenruten dekorative Flechtwerke entstanden. Und wem mehr der Sinn nach Malen stand, der konnte sich mit Ebru-Technik, einer alten Wassermalkunst, die von der Brücke für interkulturellen Dialog präsentiert wurde, verausgaben.

Am Teich der Ökostation erforschten die Jüngsten, ausgestattet mit Sieben, Keschern und Mikroskopen zusammen mit dem Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe das Leben im Wasser. Und wie man aus Äpfeln Saft gewinnt, erklärten Angelika und Micheal Ade mit ihrem Saftmobil.

Reger Andrang herrschte auch bei Klaus Kastner, unter dessen Anleitung Interessierte aus Holz, Muscheln, Federn und Steinen indianische Amulette bastelten. Und Basteln stand auch bei den beiden Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres, Lydia Riewe und Anika Steinle, auf dem Programm, die zusammen mit Bastelfans duftige Seerosen herstellten.

Aufgeregte Jauchzer waren aus einer unscheinbaren Ecke des Geländes zu hören. Dort konnten sich besonders mutige Kinder unter Anleitung des Natursport- und Erlebnispädagogen Christian Vollmer im sogenannten Monkey-Climbing versuchen, bei dem an einer Art Kletterwand emporgekraxelt wurde, die am Stamm eines zwölf Meter hohen Baumes angebracht war.

Informativ und spannend zugleich waren die Schaukästen und Infotafeln zum Thema regenerative Energie, Hornissen und Honigbienen.

Dass die Veranstalter bei dem Fest nicht nur das aktive, hautnahe Erleben von Natur in der Ökostation im Fokus hatten, sondern durchaus auch für ruhige Plätze zum Verweilen sorgten, war wohl einer der Gründe dafür, dass das Fest der Ökostation mehr als gut besucht war.

So gab es unter anderem im Solar-Café vom Verein Faire Welt Rastatt zusammen mit dm Agenda-21-Arbeitskreis Klima und Energie die Möglichkeit, einem mit Sonnenenergie gebrauten Kaffee zu genießen.

Äußerst beliebt bei den jüngsten Festbesuchern waren darüber hinaus zwei knuffige Plüschgesellen, ein flauschiger Hund und ein Drache, die immer wieder herzhaft umarmt und gestreichelt wurden.

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